Gastbeitrag: Single-Plattformen – Warum ich Erdbeerjoghurt suche

Ich freue mich wieder einen Gastbeitrag veröffentlichen zu können. Partnersuche ist manchmal wie die Auswahl eines Joghurts aus dem Supermarktregal. Am Ende sind doch nicht die leckeren Erdbeeren drin, die auf dem Etikett zu sehen waren. Viel Spaß beim Lesen!

Ich habe mich neulich mit einer Bekannten unterhalten. Sie ist Langzeit-Single und hat die Partnersuche an den Nagel gehängt. „Weißt Du“, sagte sie, „Das Problem heutzutage ist die große Auswahl durch Single-Gruppen und Dating-Portale. Wenn es nicht perfekt passt, nimmt man halt die Nächste oder den Nächsten. Deshalb bin ich auch nicht mehr daran interessiert mich mit jemanden zu treffen. Es tut mir nicht gut. Immer diese Enttäuschungen.
Ich bleibe Single, bis der Zufall daran etwas ändern will und mir eine Chance zum Verlieben gibt.“

„Back to the roots“ also. Wurzelgemüse statt passenden Partner

Denn eines ist klar, auch in Zeiten von Single-Plattformen, werden die meisten Partner immer noch im Freundes- und Bekanntenkreis gefunden. Das sind dann Gelegenheitsbeziehungen, die aufgrund mangelnder Auswahl entstehen. Oft wird es nach der ersten Verliebtheit schwierig und eine Trennung kann einen ganzen Freundeskreis zerreißen. Tatsächlich sehe ich die große Auswahl in Facebook-Gruppen und Singlebörsen als Chance. Solange man sich davon nicht irreführen lässt. Man sollte nämlich schon eine Vorstellung davon haben, was man sucht. Welche Eigenschaften sind mir wichtig, welche nicht. Natürlich sollte man seine Kompromisbereitschaft nicht zugunsten des vermeidlich einfachen Ersatzes auf einer solchen Plattform, opfern. Lernt Euch kennen, per Chat, Telefon und stellt die wichtigen Fragen.
Verstellt Euch nicht und seid ehrlich. Aber wartet nicht zu lange mit einem Date, wenn im Vorfeld das Herz, der Kopf, und der Instinkt ein gutes Gefühl geben.

Partnersuche online, ist wie Joghurt kaufen im Supermarkt!

So eine Single-Plattform hat schon was von einem Joghurtregal im Supermarkt.
Nehmen wir mal einfach mal an, ich möchte eine Partnerin mit Erdbeergeschmack. Nein Quatsch, ich möchte natürlich einen Erdbeerjoghurt kaufen. Davon gibt es im Kühlregal sechs Sorten. Dann bemerkt man, dass es auch noch Pfirsich, Kirsche und Bircher Müsli gibt. Könnte man ja auch mal probieren. Und dann sind da ja ganz viele andere Sorten: saisonale, neue, exotische, gesunde, vegane, linksdrehende und rechtsdrehende Geschmacksrichtungen, sie sehen alle so lecker aus und…

STOp! Erbeerjoghurt!!!

Nur Erdbeerjoghurt. Also nehme ich den ersten Erdbeerjoghurt der mir in die Hand fällt und versuche mein Glück. Wenn er nicht geschmeckt hat, stehe ich bald darauf wieder vor dem Joghurtregal. Wieder all‘ die Verlockungen, doch ich will ja Erdbeerjoghurt. Also greife ich mir die nächste Sorte. Ich bin ganz optimistisch, dass irgendwann mein Erdbeerjoghurt dabei ist. Hier stößt die Partnerwahl im Freundeskreis gerne an ihre Grenzen. Dort bekommt man oft nur Pfirsich- oder Kirchjoghurt, obwohl man eigentlich einen Erdbeerjoghurt bräuchte, um wirklich glücklich zu werden. Hier liegen die Chance bei der online Partnersuche. Man kann die potentiell passenden Partner kennenlernen, günstigerweise einen nach dem anderen. Aber man sollte eben vorher wissen, was die Eigenschaften an einem Menschen sind, mit denen dieser einen selbst einfach glücklich machen kann. Die Eigenschaften, die einen ganz normalen, fehlerhaften Menschen für uns perfekt erscheinen lassen.

18 Gedanken zu „Gastbeitrag: Single-Plattformen – Warum ich Erdbeerjoghurt suche

  1. elmardiederichs sagt:

    „Das Problem heutzutage ist die große Auswahl durch Single-Gruppen und Dating-Portale. Wenn es nicht perfekt passt, nimmt man halt die Nächste oder den Nächsten.“

    Dieses Problem hatten Männer schon, bevor online-Singlebörsen gab. Damit sind wir fertig geworden. Warum ist das für eine Frau so ein Problem?

    „Das sind dann Gelegenheitsbeziehungen, die aufgrund mangelnder Auswahl entstehen.“

    Ist doch eher ein Armutszeugnis, wenn Leute aus Mangel an Alternativen zusammenbleiben. Was soll daran gut sein?

    „Verstellt Euch nicht und seid ehrlich.“

    Bitte? Das ist doch absolut lächerlich. Die menschliche Sexualität ist von Natur aus promiskuitiv, die physiologische Form und biologische Funktion der männlichen Geschlechtsorgane läßt keinen Zweifel daran, daß ihr design so ausgelegt ist, daß die eigenen reproduktiven Nachteile der Promiskuitiät ausgeglichen werden.

    Monogamie ist eine kulturelle Erfindung, die die Sesshaftigkeit des Ackerbau mit sich gebracht hat, um sozialen Spannungen zu verhindern, die enstehen, wenn in lokal zusammenlebenden Gruppen durcheinander gevögelt wird. Monogamie findet man nur bei denjenigen menschlichen Völkern, die Ackerbau betreiben. Nomaden oder nicht ackerbautreibende Naturvölker sind nicht monogam.

    Kann man auch hier nachlesen:
    „Sex and Dawn“ von Chrisopher Ryan und Cacilda Jetha

    Das bedeutet, daß alle Menschen von der Unterdrückung ihrer promiskuitiven Sexualität geplagt werden. Nur die Frauen behaupten, daß ihnen allein die Monogamie es erlaube, sich ihrer Sexualität überhaupt zuzuwenden.

    Was natürlich nur einen Schluß zuläßt. Es wird von Frauen gelogen, daß sich die Balken biegen. Also fangt ihr erst mal mit der Ehrlichkeit an, bevor ihr was von uns Männern verlangt.

    pffffhhh

    „So eine Online-Dating-Plattform hat schon was von einem Joghurtregal im Supermarkt.“

    Das mag für Frauen vielleicht so sein, aber es gibt wohl keine Möglichkeit exemplarischer zu demonstrieren, daß man dem männlichen Part der Anbahnung sexueller Kontakte vollkommen unempathisch und verständnislos gegenüber steht.

    „Ich bleibe Single, bis der Zufall daran etwas ändern will und mir eine Chance zum Verlieben gibt.“

    Eine Entscheidung, die jeder Mann respektieren sollte: Wer so wenig Ahnung von Männern hat, sollte die Männer mit sich verschonen.

        • Juleblogt sagt:

          Ich habe natürlich noch nicht die biologischen Merkmale des Autoren gecheckt, aber rein optisch gesehen würde ich zustimmen, dass es sich um einen Mann handelt 😉 Soll ich ihm bescheid geben sich bei dir zu melden ja?

        • Klemens Winterer sagt:

          Tja, Elmar. So fern es sich bei meinem Bart nicht um einen Damenbart handelt, bin ich wohl ein aufgeklärtes, männliches Exemplar der Gattung Mensch (lat. Homo sapiens – für den unbedarften Mitleser, das ist eine schwach behaarte Primatenart mit Hang zur Selbstüberschätzung 😉 ).

          Und ich bin offen zu Dir. Einerseits bin ich dieses, nur einseitig bemühte, wissenschaftliche Geschwätz einfach leid und werde deshalb keine Diskussion mit Dir beginnen.
          Andererseits empfehle ich Dir, Dich in einem Nomadenvolk zu bewerben, wo Du Dich nicht auf humorvolle Art und Weise (so, wie Jule und ich) mit den technischen und gesellschaftlichen Möglichkeiten und Einschränkungen der Partnerwahl und den Folgen und dem Führen einer Partnerschaft auseinandersetzen musst, sondern Dich ganz promiskuitiv durch die Oasen am Wegesrand arbeiten kannst.

          Ich wünsche Dir, dass Du irgendwann verstehst, was es bedeutet, die richtige Partnerin an Deiner Seite zu haben.
          Ich wünsche dieser zukünftigen Partnerin allerdings, dass das nicht passiert, bevor Du gelernt hast, Wertschätzung vor dem weiblichen Geschlecht zu entwickeln.

          • elmardiederichs sagt:

            Du kannst genauso gut ein fake sein. Bei mir persönlich hast du dich jedenfalls nicht verifizieren lassen. Es ist auch unerfindich, warum du als Frau schreibst.

            Ansonsten spricht einiges dafür, daß du in Wahrheit eine Frau bist. Denn erstens zeigt sich deine Misandrie in der Annahme, daß ich nur ein frustrierter Single-Mann sei, der zu mangelhaft sei, als daß eine Frau, die was auf sich hält, sich mit mir abgeben würde und zweitens sind sich Männer über dir Gier der Frauen nach männlicher Wertschätzung nur höchst selten klar.

            Ich halte es übrigens für unangemessen, daß du meine Frau beleidigst. Ich wäre dankbar, wenn du mir diese Primitivität ersparen würdest.

        • Klemens Winterer sagt:

          Zitat Elmar Diederichs:
          „Du kannst genauso gut ein fake sein. Bei mir persönlich hast du dich jedenfalls nicht verifizieren lassen. Es ist auch unerfindich, warum du als Frau schreibst.“

          Richtig! Ich bin ein Fake. Auf Dein Anraten hin, werde ich auch meine Kinder bitten, in Zukunft „Mama“ zu mir zu sagen… ach nein, natürlich „Fake-Papa“. 🙂

          Aus unerfindlichen Gründen erschließt es sich mir nicht, warum ich als Frau geschrieben haben sollte. Ich habe zwar zum Schreiben meine Finger und nicht mein primäres Geschlechtsmerkmal benutzt, aber das kommt ja nicht einer Geschlechtsumwandlung beim Schreiben gleich.
          Richtig ist, dass der Beitrag geschlechtsneutral verfasst wurde. 😉

          Für mich ist es dagegen unerfindlich, warum Du als Hater schreibst.
          Was treibt einen Menschen zu so etwas?
          Notiz an mich: Mit meiner Partnerin besprechen, sie ist Psychologin. 😉

          Zitat Elmar Diederichs:
          „Ansonsten spricht einiges dafür, daß du in Wahrheit eine Frau bist. Denn erstens zeigt sich deine Misandrie in der Annahme, daß ich nur ein frustrierter Single-Mann sei, der zu mangelhaft sei, als daß eine Frau, die was auf sich hält, sich mit mir abgeben würde und zweitens sind sich Männer über dir Gier der Frauen nach männlicher Wertschätzung nur höchst selten klar.“

          Ich sage Dir, was ich bin. Ich bin ein Mann, der sich seiner Männlichkeit bewusst ist. Ich muss diese niemandem durch maskuline Worte beweisen. Ich habe zwei großartige Kinder aus meiner Ehe, ich habe eine wunderschöne Lebensgefährtin und ich schätze meine Emotionalität und meine Intelligenz mehr als einen pseudomännlichen Auftritt im Internet.
          Auf „Internet-Eier“ bin ich zum Glück nicht angewiesen. 😉

          Und tatsächlich besitze ich eine sehr ausgeprägte Misandrie. Aus Gründen, die ich hier nicht erörtern werde, weiß ich sehr gut, wozu „Männer“ in der Lage sind. Davon distanziere ich mich sehr bewusst.

          Und im Gegensatz zu vielen Männern, die durch die Emanzipation der Frauen (ohne Frage, war es eine fehlerhafte Entwicklung nur ein Geschlecht zu emanzipieren und das andere sich selbst zu überlassen) unverschuldet ihr Rollenbild verloren haben, ohne ein neues bekommen zu haben, habe ich mich derart emanzipiert, dass ich mein selbstentwickeltes Rollenbild als „Alphasoftie“ (wenn Jule es möchte, kann ich das gerne mal als Gastbeitrag bei ihr detailiert erläutern) selbstbewusst leben kann.

          Die Gier der Frau nach männlicher Wertschätzung würde ich per se in den Wunsch nach der Wertschätzung ihrer Person umdeklarieren.
          Übrigens ist das ein Wunsch, den die meisten Menschen geschlechtsunabhängig haben.

          Zitat Elmar Diederichs:
          „Ich halte es übrigens für unangemessen, daß du meine Frau beleidigst. Ich wäre dankbar, wenn du mir diese Primitivität ersparen würdest.“

          Um Deine Frau beleidigen zu können, hätte mir bekannt sein müssen, dass Du eine Frau hast. Mir war dies aber nicht bekannt, aber mir war ja auch nicht bekannt, dass ich eine Frau bin, also würde ich sagen, dass wir in diesem Punkt eindeutig quitt sind. 😉

          Darüber hinaus neige ich insgesamt nicht dazu Menschen zu beleidigen und wenn ich es doch einmal tue, dann nur, weil der Mensch, den ich beleidige, mich dazu eingeladen hat. 😉

          Außerdem setzt eine Beleidigung voraus, dass ich damit die Gefühle von jemandem herabsetze. Ich denke nicht, dass mir das im Falle Deiner Frau unbekannterweise und versehentlich passiert ist. Vor allem Anbetracht der Tatsache, dass Beleidigungen einer Person, über die man in völliger Unkenntnis ist, insgesamt schwierig sind.

          Aber sollte ich Dich beleidigt haben, bitte ich Dich um Entschuldigung. Denn es war nicht meine Absicht, Dich abzuwerten.

          Richtig ist aber, dass ich unwillig war, Deine vorgetragenen Abwertungen einfach hinzunehmen. Nicht weil Du mich beleidigt hast (von mir aus kannst Du mich tausendmal als Frau, als Fake oder was Dir sonst noch so einfällt bezeichnen, ich weiß ja wer ich bin und das reicht mir völlig 😉 ), sondern weil ich sie insgesamt für eine zwischenmenschlichen Konversation zwischen Unbekannten als unangemessen empfunden habe.

          Es stimmt übrigens tatsächlich, dass es so aus dem Wald schallt, wie man hinein ruft.

  2. PfefferundSalz sagt:

    *gähn* Der übliche Rat es mal mit einem nichtperfekten Partner zu versuchen. Macht das eigentlich der Autor auch oder sollen das nur die Anderen machen?
    Allerdings ist man in dem Blog „allesevolution“ inzwischen schon etwas weiter als die Küchenratschläge die es hier gibt.
    Mal ehrlich – ein gaaaanz schwacher Artikel.

        • elmardiederichs sagt:

          Es geht nicht darum, mich glücklich zu machen. Es geht darum, daß du systematisch Propaganda treibst, von der du glaubst, daß sie im Sinne einer politischen Ökonomie der Sexualität die Chancen Frauen erhöht, Männer finanziell und vor allen psychologisch auszubeuten und emotional zu mißbrauchen.

          Wenn du einfach nur Scheisse schreiben würdest, dann würde ich mir nicht die Mühe machen, deine Artikel zu lesen.

          Und wenn du an der Wahrheit interessiert wärest, dann würdest du versuchen andere Positionen – z.B. meine oder die auf allesevolution.wordpress.com (die ich ebenfalls für falsch halte) – zu verstehen. Du würdest dich damit auseinander setzen.

          Aber das ist das Letzte, woran du interessiert bist, das ist mir völlig klar.

          Aber man kommentiert ja auch vor allem für die stillen Mitleser. Daher lohnt sich mein Aufwand.

          • Juleblogt sagt:

            *gähn* och Elmar. Verrate meinen Männern doch nicht, dass ich sie ausnehme…dann wirds doch langweilig. Also psssst

          • elmardiederichs sagt:

            „Verrate meinen Männern doch nicht, dass ich sie ausnehme…“

            Diese Komponente ist in den letzten 100 Jahren viel unwichtiger geworden. Solange 80% der Menschen in der Landwirtschaft arbeiteten – so bis 1910, der grünen Revolution, als Phosphordünger aufkam – war das anders, da Männer doppelt so stark sind wie Frauen und Landwirtschaft ohne Maschinen ein echter Knochenjob ist.

            Daher geht die finanzielle Komponente mehr und mehr zurück. Die psychologische Komponente ist heute viel wichtiger und die Neigung zu psychologischer Gewalt bei Frauen hat daher auch beträchtlich zugenommen.

    • Klemens Winterer sagt:

      Nein, mein Rat ist es, zu wissen, was für einen selbst perfekt ist, nicht es mit einem unperfekten Partner zu versuchen.
      Und ja, ich habe meine für mich perfekte Partnerin an meiner Seite.
      Wer sich darüber hinaus nur für perfekte Menschen interessiert, sollte seinen Lebenspartner vielleicht bei einem mittelständigen Maschinenbauer bestellen. Menschen sind niemals perfekt, aber Roboter sollen Perfektion ganz gut hinbekommen, solange die Software mitspielt. 😉

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