Gastbeitrag: Hier kommt der „Alphasoftie“ – Von der Freiheit, sich ein eigenes Rollenbild zu erschaffen!

Wenn wir Frauen verträumt von unserem Traumprinzen schwärmen, was für einen Mann meinen wir dann eigentlich? Den heldenhafte Supermacho, der mit seinem breitbeinigen Gang doch etwas affig daherkommt? Oder der stille Romeo, dessen Liebesbriefe uns regelmäßig per Stein durchs Fenster erreichen? In meinem Fall bin ich gerade bei den aktuellen Temperaturen eher gegen Steinwürfe. Mein bevorzugter Typ Mann ist ein Alphasoftie. Noch nie gehört? Dann wird’s aber mal Zeit. Extra für euch habe ich ein Exemplar ausgegraben und zu Wort kommen lassen.

Viele Männer mit denen ich in den letzten Jahren gesprochen habe, sind unsicher über ihr eigenes Rollenbild.  Niemand hat ihnen gesagt wie sie mit den selbstbestimmten, eigenständigen und zielstrebigen Frauen unserer Zeit umgehen sollen. Viele fühlen sich fast überflüssig und mit der Situation überfordert. Manche versteifen sich dadurch auf das alte Rollenbild des maskulinen „Alphatiers“ und machen damit alles noch schlimmer. Andere fühlen sich entwertet und orientierungslos, weil nichts mehr zu sein scheint, wie es sein sollte.
In Folge dessen ziehen sie ein Single-Dasein dem bloßen Versuch des Eingehens einer Partnerschaft mit diesen übermächtig erscheinenden Frauen vor. Diese Damen scheinen ja doch keinen Mann zu brauchen, weil sie alles selbst machen können.

Der Mann – Opfer der Frauenemanzipation?

Nein, so einfach ist es nicht. Frauen können heute alles selbst erledigen, ohne Frage. Aber sie wollen es gar nicht. Niemand will alles alleine machen müssen. Männer sind auch nicht die Verlierer der Frauenemanzipation. Wir Kerle gewinnen im Gegenteil eine Menge dadurch, weil wir tolle, intelligente und selbstbewusste Frauen als Partnerinnen haben können. Das Problem ist nur, dass wir keine Männeremanzipation hatten. Wir haben versucht mit dem neuen Rollenbild der Frau umzugehen, aber dabei nicht bemerkt, dass unser eigenes auch auf den Prüfstand muss. Maskulinität muss neu definiert werden. Doch bevor wir tiefer gehen, muss man erst einmal wissen, was Emanzipation überhaupt ist und dass dieser Begriff fälschlich als synonym für die Frauenemanzipation verwendet wird. Wir Männer müssen uns nämlich genauso emanzipieren, nur eben anders als es die Frauen in den letzten 70 Jahren getan haben.
Dazu später mehr. Was schreibt Wikipedia über die Emanzipation:
Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipatio, was „Entlassung aus der väterlichen Gewalt“ oder auch die „Freilassung eines Sklaven“ bedeutet.

Im 17./18. Jahrhundert erfolgte eine Bedeutungsverschiebung: Aus dem Akt des Gewährens von Selbstständigkeit wurde eine Aktion gesellschaftlicher und insbesondere politischer Selbstbefreiung [..]. Neben die äußere tritt die innere Emanzipation: als Befreiung aus eigener Unmündigkeit und den Fesseln von Tradition, gesellschaftlichen Normen und vorgegebener Weltanschauung. Ziel emanzipatorischen Bestrebens ist ein Zugewinn an Freiheit oder Gleichheit, meist durch Kritik an Diskriminierung oder hegemonialen z. B. paternalistischen Strukturen, oder auch die Verringerung von z.B. seelischer, ökonomischer Abhängigkeit, etwa von den Eltern. Heutzutage steht der Begriff häufig synonym für die Frauenemanzipation.

Quelle: wikipedia.de

Jetzt wissen wir, dass sich die Frauen nicht „eMANNzipiert“ haben, sondern dass sie sich aus gesellschaftlichen Normen und innerlicher Unmündigkeit freigemacht haben. Es war niemals das Ziel der Frauen, Männer zu sein. An der Feststellung aus der sexuellen Aufklärung: „Mädchen haben eine Vagina und Jungen einen Penis.“, hat sich nichts geändert. Unsere Frauen der westlichen Gesellschaft haben nur ihr eigenes Rollenbild aufgebrochen und haben vielleicht erwartet, dass wir das mit unserem auch tun würden. Im Großen und Ganzen haben wir diese Gelegenheit verpasst. Aber dafür ist es ja nicht zu spät.

Der Mann und die Männeremanzipation

Damit haben wir einen Ansatz dafür, was wir tun müssen, um wieder Klarheit über unsere gesellschaftliche Rolle zu erlangen. Wir brauchen eine Befreiung aus unserem überholten Rollenbild. Um zu verdeutlichen, wie das funktionieren kann, picke ich mir einmal das Rollenbild des „Alphasofties“ heraus, das ich für mich selbst gewählt habe und mit dem meine Partnerin und ich sehr gut zurecht kommen. Viele Männer werden jetzt denken, was ich für ein Freak sei. Dein Kopfschütteln und der Gedanke in Deinem Kopf, lieber männlicher Leser:
„Er nennt sich selbst einen Softie! Das Weichei!“, erreichen mich sogar beim Schreiben dieses Textes. Doch schau nochmal auf das „Alpha“, bevor Du angewidert aufhörst, diesen Textbeitrag zu lesen.

A wie Alpha oder A wie ihr sicherer Ankerplatz?

Ich bin selbstbewusst und durchsetzungsstark. Ich übernehme beim Flirten den ersten Schritt (wenn ich Single bin), halte Frauen nach wie vor die Tür auf, und trage die schweren Dinge für sie. Wenn ich Wünsche habe, spreche ich sie aus. Ich übergehe meine Bedürfnisse nicht, gebe ihnen auch in der Beziehung Raum.
Ich bin für meine Partnerin der Fels in der Brandung, ihre Schutzburg neben Vollzeitberuf und Abendstudium. In meinem Armen kann sie sich sicher fühlen – gehalten, aber nicht gefesselt, weil ich es nicht nötig habe, sie besitzen zu müssen. Es genügt mir ihre Liebe zu besitzen und dass das so bleibt, ist mein Job als Mann. Durch eine aktiven Beziehungsführung ist das zu erreichen,  und zwar jeden Tag des Jahres und nicht nur einmal im Jahr am Valentinstag. Aber ich verführe meine Partnerin, wenn ich das will und nicht nur „auf ihre Bestellung“ hin.

Ich bin, wer ich bin und wenn jemand etwas an mir ändern kann, dann ausschließlich ich. Das macht mich verlässlich, aber es verlangt auch Akzeptanz meiner Persönlichkeit von einer Frau, die ich auch einfordere. Meine Unabhängigkeit ist unantastbar. Ich bin bereit viel in die Beziehung zu investieren, aber vereinnahmen lasse ich mich nicht. Darum habe ich es nicht nötig, meine Lebensgefährtin mit anderen Frauen eifersüchtig zu machen. Ich bin Mannes genug, um bedingungslos zu ihr zu stehen. Wenn Frauen eifersüchtig gemacht werden, dann sind es die anderen, die meiner Partnerin den Mann ruhig neiden dürfen.
Alpha eben, aber Alpha ist heute eben nicht mehr genug.

S wie Softie oder S wie wahre Stärke?

Ein gepflegtes Äußeres ist mir wichtig und ich achte auf mich, meine Körperpflege, meine Ernährung, meinen Kleidungsstil, etc. Ich bin empathisch, höre ihr zu und nehme die Informationen auf, die sie mir gibt und reflektiere sie. Ich bin kommunikativ und kümmere mich hingebungsvoll, um ihre emotionalen, praktischen und sexuellen Bedürfnisse. Ich koche mit und für sie, erledige anfallende Aufgaben im Haushalt und das ohne darauf hingewiesen werden zu müssen.  Ich bin ihr bester Freund und ihre beste Freundin zugleich, interessiere mich für „Frauen-Sachen“, kenne zum Beispiel den Unterschied zwischen einer Antibaby-Pille auf Östrogen und Gestagen-Basis und weiß dass ein Hormonimplantat den besten Pearl-Index (Maß für die Zuverlässigkeit von Methoden zur Empfängnisverhütung) aller Verhütungsmittel hat.
Wenn sie keine Verhütung auf Gestagen-Basis anwendet, dann kenne ich auch ihren Zyklus.

Sie kann mich Tampons und Waschmittel kaufen lassen und bekommt die Produkte die sie möchte, ohne dass ich im Supermarkt, wie der sprichwörtliche Ochs‘ vorm Scheunentor vor dem Regal stehe. Beim Schuhkauf bin ich dabei, bin Ratgeber, Kritiker, Comedian und Taschenhalter, so dass das Einkaufen für beide zum Vergnügen wird. Im Falle eines gemeinsamen Kindes habe ich die Bereitschaft zuhause zu bleiben, um ihre Karriere zu unterstützen und damit ihre persönliche Entfaltung zu fördern.
Softie eben, aber soft bedeutet in diesem Fall nicht weich.

Im Gegenteil, es bedeutet Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die gemeinsame Beziehung auf Augenhöhe und mit dem Ziel, sich Freiräume zu geben, abläuft. Es bedeutet sich zu öffnen, sich zu interessieren und zu kommunizieren.

Emanzipation bedeutet nicht Gleichschaltung. Das möchte niemand!

Die Anziehung zwischen den Geschlechtern in einer Partnerschaft entsteht nicht durch geschlechterspezifisches Verhalten um jeden Preis, sondern durch Verständnis zwischen zwei Persönlichkeiten.  Anziehend ist der, der sich seiner Selbst sicher ist, und nicht von dem Wohlgefallen der anderen abhängt.
Feste Werte zu haben und ein klares Bild von sich selbst zu besitzen, ist sexy für das andere Geschlecht. Diese eigenen Werte bestimmt man selbst. In diesem Sinne, liebe Männer, findet Eurer eigenes Rollenbild, das Euch und den Frauen gefällt.
Der „Alphasoftie“ bietet da sicher nicht die schlechteste Basis, um sich als moderner Mann neu zu erfinden. Nach langjähriger guter Erfahrung damit, würde ich ihm im Online-Versandhandel wohl eine Rezession mit fünf Sternen geben und bei Facebook ein „Gefällt mir“. Und das Tolle ist, es ist nur ein möglicher Weg von vielen.

Löst Euch davon Dinge zu tun, weil sie „männlich“ sind.

Männlich ist, was ein Mann ohne Selbstzweifel tut. Ein althergebrachtes maskulines Verhalten macht dagegen noch keinen Mann. Ein aus Unsicherheit aufgesetztes männliches Gebaren macht sogar richtig unattraktiv. Brecht aus, aus dem, was ihr glaubt, sein zu müssen und seid, wer ihr sein wollt. Männer seid ihr sowieso, also seid eine Persönlichkeit, die man toll findet. Nicht weil ihr versucht, zu gefallen, sondern einfach, weil ihr Euch selbst gefallt.

Auch wenn Frauen das nicht oft sagen, in Wahrheit finden sie uns schon ganz geil.
Mit diesem Wissen kann man(n) ganz gut an sich arbeiten, um im eigenen Rollenverhalten wieder Sicherheit zu finden.

Gastautor:
Klemens Winterer

Falsches Selbstbewusstsein

„Ich kenne kaum jemanden, der selbstbewusster ist als du!“ – sagte meine beste Freundin zu mir. Verdutzt schaute ich sie an, und konnte mir nicht erklären, wie so eine Meinung zustande kommen könnte. Ich bin nicht schüchtern, jedenfalls im Normalfall nicht. Sitze ich zum Beispiel in der Bahn und sehe einen hübschen Mann, stellt sich das schon anders dar. Ich beginne den Mann anzustarren, um mich an seiner Schönheit zu erfreuen. Sobald er jedoch seine Blicke in meine Richtung lenkt, werde ich zu einem kleinen Mäuschen, suche mit meinen Blicken im Raum nach Sicherheit. In schlimmen Fällen ergreift mich der Fluchtreflex und ich stehe auf und gehe.

Ich bin da ein Widerspruch in mir selbst. Auf der einen Seite haue ich einen Spruch nach dem anderen raus, sobald ich mich in einer Männerrunde wohl fühle, auf der anderen Seite schaffe ich es nicht mal, einen Fremden anzulächeln.

Vor ein paar Wochen begegnete mir im Club ein Mann, den ich dort schon öfter gesehen hatte. Bildschön und Single. Jeder Blick ließ mein Blut kochen, meinen Puls nach oben schießen. Mir zitterten die Knie, leichte Schnappatmung setzte ein, umso näher er mir kam. Mein Selbstbewusstsein war nicht vorhanden, ich wollte mich am liebsten unsichtbar machen.

Unauffällig versuchte ich, diesen Mann anzusehen. Ich schmachtete, beobachtete und genoss. Jede Bewegung, jedes Lächeln nahm ich auf. Ich versuchte die Situation unter Kontrolle zu haben, ihn nicht aus den Augen zu lassen, damit er mich nicht mit seiner Anwesenheit überraschen konnte. Es gelang mir natürlich nicht immer. Wild tanzend bemerkte ich nicht, dass dieser Herr aus meinem Blickfeld verschwand. Er tauchte wenig später am anderen Ende der Tanzfläche auf und blickte in meine Richtung. Alarm! Ausnahmezustand! Rückzug! Fluchtreflex! Hals über Kopf verließ ich die Tanzfläche, mein Herz raste.

Ihn nicht mehr aus dem Kopf bekommend, schrieb ich ihm eine Nachricht. Ab diesem Zeitpunkt schrieben wir intensiv, tagtäglich und sehr persönlich. Ich hatte das Gefühl, ein Stück näher an ihn herangerückt zu sein.

Eine Woche später sahen wir uns im Club. Diesmal kannten wir uns, diesmal könnte ich nicht einfach flüchten. Ich tanzte auf der noch leeren Tanzfläche, als meine Freundin mich antippte und mir mitteilte, dass der Herr soeben eingetroffen wäre. Wie versteinert blieb ich stehen. „Nichts anmerken lassen! Tu so, als wenn du ihn nicht bemerkt hättest. Er schaut dich an, er beobachtet genau was du tust. Pass auf wie du dich bewegst. Und höre gefälligst auf so peinlich zu tanzen!!“ – redete ich in Gedanken mit mir selbst. Logischerweise passierte das Gegenteil, ich tanzte ausladend, viel zu übertrieben, sang mit so laut ich konnte, nur um mich abzulenken. „Wenn er mich schon sieht, kann er sehen, dass ich auch ohne ihn super viel Spaß habe! Überhaupt habe ich total viel Spaß im Leben. Ich bin selbstbewusst und kann Männer richtig gut ignorieren.“ – Hirn, manchmal bist du echt dämlich!

In der Hoffnung, dass er mich irgendwann ansprechen würde, setzte ich meine Ignoranz-Taktik fort. Logischerweise passierte nichts!

Nach gefühlten 20 Bier nahm ich allen Mut zusammen und sprach ihn an. Was genau ich sagte, weiß ich nicht mehr. Ich merkte nur, dass das Gespräch irgendwann eskalierte. Ich muss so viel Mist geredet haben, dass ich das „Hilfe“ in seinen Augen sogar halb blind erkennen konnte. Zu allem Übel kam in diesem Moment einer seiner Freunde zu uns. Er begrüßte mich mit den Worten: „Hey, wer bist du denn? Seid ihr zusammen? Habt ihr was miteinander? Ihr seht total süß zusammen aus.“ – Jackpot! „Ähhmmm…neeeeiiinnn…ähh…“ – stammelte mein Gegenüber und suchte nach Fluchtwegen.

Mein benebeltes Hirn nahm dies sehr bewusst wahr und reagierte. Ich zog meinen Schwarm an mich heran, legte meinen Kopf auf seine Brust und gab noch mehr Mist von mir. „Du musst mich beschützen, auf mich aufpassen“ – lallte ich ihm entgegen. „Das ist doch Taktik, das sagst du doch bewusst. Es ist total anstrengend sich mit dir zu unterhalten“ – warf er mir wenig liebevoll vor die Füße. Den Versuch sich meinen Fängen zu entziehen, konnte mein krankes Hirn nicht durchgehen lassen. Ich griff seine Arme und legte sie um meine Hüfte. Ich hielt sie fest, damit er auch nicht auf die Idee kommen konnte, zu rennen.

Irgendwann hatte auch ich Mitleid und ließ ihn ziehen.

Ist es das, was meine Freundin als das riesige Selbstbewusstsein bezeichnete? Mitnichten hat dies etwas mit Selbstbewusstsein zu tun. Es war eher die Angst, die Unsicherheit. Ich wollte diesen Mann, um alles in der Welt. Eine selbstbewusste Frau hätte mit ihm gespielt, ihn kommen lassen. Eine Frau wie ich glaubt doch ehrlich, jemanden festzuhalten, würde helfen.

Ende vom Lied: der Kerl hat kein Wort mehr mit mir gewechselt und nun einen ausgeprägten Fluchtreflex.

Kann es den einen Traummann überhaupt geben?

Jeder von uns sucht nach dem Traummann bzw. der Traumfrau.

Kann es diesen oder diese überhaupt geben?

Ich bin der Meinung: Nein!

Wie definiert sich für mich ein Traummann? Im letzten Post habe ich es schonmal angesprochen…es ist ideal, wenn man sich bei einem Mann anlehnen möchte, ihn aber gleichzeitig auch auffressen könnte. Also eben das Gefühl sich emotional und gedanklich total öffnen zu können, gleichzeitig aber eine starke körperliche Anziehung zu spüren.

Da bin ich sicherlich nicht die Einzige, die das als Idealbild ansieht.

Die Realtität sieht aber meist etwas anders aus. In den meisten Fällen haben wir nur eins von beiden. Entweder haben wir den liebevollen, emotionalen, aufopferungsvollen Mann an unserer Seite, dem wir auch  bei -30Grad einen Kühlschrank abkaufen würden, oder wir haben den anziehenden Mann. Der anziehende Mann ist wie eine Droge, wir brauchen ihn, ständig. Wir wollen am liebsten an ihm dran kleben. Wir wollen nicht mit ihm reden, das geht nämlich gar nicht während der unendlich langen Küsse 🙂 Der anziehende Mann löst in uns Dinge aus, die wir selbst nicht mehr verstehen und denen wir biologisch gesehen ausgeliefert sind.

Theoretisch wäre der „nette“ Mann, also der liebevolle, genau der richtige Partner um eine Familie zu gründen. Der tolle Vater unserer zukünftigen Kinder. Leider sagt aber die Biologie, dass der Vater unserer Kinder uuuuuunbedingt der anziehende Mann sein muss 🙂 Der liebevolle Mann soll dann aber bitteschön die Versorgung und Betreuung übernehmen. So wäre es biologisch gesehen ideal.

Natürlich wünscht sich jede Frau eine Mischung von beidem. Aus meiner Erfahrung kann ich aber sagen, dass diese Männer ungemein selten sind. Ich bin in meinem Leben höchstens 2 von ihnen begegnet. Diese „perfekten“ Männer haben aber einen riesigen Freundeskreis, der natürlich fast nur aus Frauen besteht. 50% dieser Frauen haben den Mann gerne zum reden, 50% dieser Frauen würden am liebsten 24h an ihm dran kleben, 100% dieser Frauen sind verrückt nach ihm 🙂

Bei einer solchen Konstellation ist es so gut wie unmöglich, dass wir genau auch nur entfernt an einen solchen Mann heran kommen. Man muss es sich bildlich vorstellen…bevor man zu ihm durchdringt muss man die Frauentraube um ihn herum bezwingen, aber wer stellt sich dem schon :/

Dieser „perfekte“ Mann sucht dann natürlich auch noch die „perfekte“ Frau….diese ist ebenfalls unwahrscheinlich selten. Dass diese beiden dann aufeinander treffen, ist ein regelrechtes Wunder.

Also müssen wir uns weiterhin damit abfinden, dass wir entweder den liebevollen Mann oder den anziehenden Mann wählen.

Meist entscheiden wir uns für den liebevollen Mann, haben mit ihm Kinder und „halten“ uns nebenher den anziehenden Mann.

Nicht weil wir so „gemein“ und unmoralisch sind…sondern weil wir beide Seiten brauchen, damit wir das Gefühl haben einen Traummann gefunden zu haben.

 

Jule