Jahrestag

Ein Jahr ist es nun her. Ein Jahr schreibe ich meine Gedanken nieder und lasse euch daran teilhaben. Am Anfang noch als Selbsttherapie, jetzt aus großem Spaß an der Sache.

Geschrieben habe ich schon immer gern, aber seit der Gründung dieses Blogs, ist es zu einer richtigen Leidenschaft geworden.

Allerdings wäre das Schreiben nur halb so schön, wenn ich nicht so tolle Follower hätte!

Ich freue mich über jedes einzelne Kommentar, sei es auch noch so kritisch. Ihr gebt mir Denkanstöße, die ich manchmal sehr gut gebrauchen kann.

In diesem einen Jahr ist mehr passiert, als in vielen Jahren zuvor. Spannend war es, aber auch sehr anstrengend.

Was bleibt mir noch zu sagen? Herzlichen Dank dafür, dass ihr so fleißig meine Einträge lest und so eifrig kommentiert!

Auf ein neues, hoffentlich erfolgreicheres, Blog-Jahr!

Denn es wäre nicht so wie es ist, wäre es damals nicht gewesen wie es war

Was bleibt von mir, wenn ich morgen plötzlich nicht mehr aufwache? Abgesehen von vielen digitalen Worten und Bildchen wäre das nicht viel, vermute ich. Was ich nicht weiß ist, welche Spuren ich im Leben der Anderen hinterlassen habe.  Erinnert sich überhaupt noch jemand an mich, wenn ich nicht regelmäßig etwas auf Facebook poste?

Es geht nicht nur darum was bleibt wenn wir physisch nicht mehr sind, sondern auch was passiert, wenn wir jemanden verlassen. Das ist ja nicht Deckel zu, Affe tot, denn nie geht man so ganz, zumindest nicht aus den Köpfen. Auch wenn es so schön heißt „Man sieht sich immer zweimal im Leben“, können wir nie sicher sein, dass wir eine zweite Chance bekommen. Was uns meist nicht bewusst ist: Wir bleiben in den Erinnerungen vieler Personen, auch wenn wir diese vielleicht nur einmal kurz trafen. Es gibt Begegnungen, die verändern Leben, manchmal das Eigene, manchmal das der Anderen. Warum nehmen wir das nicht wahr? Veränderungen erkennen wir am besten in uns selbst, oft nicht einmal das. Es müssen keine großen Dinge sein. Es können Zitate sein, die wir von einem anderen Menschen hören und diese ein ganzes Leben mit uns herumtragen. Sätze vor die wir zu Beginn „XY hat immer gesagt..“ setzten, werden irgendwann zu unseren eigenen. Mir persönlich wird leider erst nach einer gewissen Zeit bewusst, wie sehr mich manche Menschen doch geprägt haben. Ich habe Rituale übernommen, Eigenheiten adaptiert und teilweise sogar meine Vorlieben so weit verändert, dass ich mich in einigen Momenten gar nicht wiedererkenne.

Manchmal reicht eine kleine Tat aus, dass wir uns an einen Menschen ein Leben lang erinnern

Oft sind es Gefühle die ein Mensch in uns weckt, und die ein Leben lang in uns verwurzelt bleiben. Der erste richtige Herzschmerz, das Gefühl beschützt zu werden. Das sind nur Beispiele für Emotionen die ich mit bestimmten Menschen verbinde und die sich dadurch in mein Hirn eingebrannt haben. Leider teilen wir diesen besonderen Personen in unserem Leben viel zu selten mit, was sie in uns ausgelöst haben. Wir sollten uns bei ihnen bedanken. Bedanken bei den Menschen, die uns motiviert haben Dinge zu tun, die wir ohne sie nicht in Angriff genommen hätten. Bedanken für die Lebenserfahrungen, die sie uns beschert haben, seien sie positiv oder negativ. Diese Menschen sollten wissen welchen wichtigen Stellenwert sie in unserem Leben haben. Es kann eine Kleinigkeit sein, die wir nicht vergessen können. Eine Tat reicht manchmal aus, damit wir uns ein Leben lang an einen Menschen erinnern.

Sagt Danke

Ich habe mir vorgenommen viel öfter für solche Kleinigkeiten Danke zu sagen. Habt ihr schon einmal darüber nachgedacht euch bei jemandem zu bedanken, der euch sehr weh getan hat? Was im ersten Moment dämlich erscheint, ist auf den zweiten Blick mehr als sinnvoll. „Denn es wäre nicht so wie es ist, wäre es damals nicht gewesen wie es war…„, schrieb einmal ein Freund, mit dem ich mich sehr verbunden fühle. Und er hatte Recht. Auch wenn wir uns manchmal wünschen einen bestimmten Menschen nie kennengelernt zu haben, hat er uns doch dorthin gebracht, wo wir uns heute befinden. Ihr würdet zum Beispiel diese Worte nicht lesen, wenn mir vor zwei Jahren  mein kleines Herzchen nicht sprichwörtlich in 1000 Teile zerbrochen wäre.

Ein Appell: Denkt darüber nach, wer euch auf eurem Lebensweg beeinflusst und beeindruckt hat. Wer hat etwas in euch verändert? Und dann sagt danke! Am Ende bleibt nicht viel, aber die Gewissheit etwas in anderen Menschen zum Positiven verändert zu haben, ist wunderbar.

Jahresrückblick 2014

Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr sind bei mir meist durch weniger gute Laune und eine nachdenkliche Stimmung geprägt. Ich schaue auf das vergangene Jahr zurück und bewerte, inwiefern ich richtig gehandelt habe. In den letzten Jahren kam ein Part jedoch viel zu kurz: Was habe ich gelernt? Wer hat mich beeinflusst, positiv wie negativ?

Für dieses Jahr ist so eine Betrachtung definitiv fällig. Es ist so viel passiert, dass ich oft kaum in Worte fassen kann, welche Dinge mir klar geworden sind.

Am wichtigsten sind die Menschen, die 2014 in mein Leben traten, blieben und leider auch gingen. Beeinflusst hat mein Jahr am allermeisten der Mann, wegen dem ich diesen Blog begonnen habe. Dieser Mann hat meine Lebenseinstellung verändert, mir die Augen geöffnet und dafür gesorgt, dass ich das Leben wieder selbst in die Hand nehme. Ich bin ihm zu großem Dank verpflichtet. Ohne ihn wäre es leichter gewesen, aber definitiv 100% langweiliger.

Die zweite Person, die mich dieses Jahr sehr beeinflusst hat, war mein tinder-Kerl. Er hat mir gezeigt, zu welchen Emotionen ich fähig bin, positiv wie negativ. Er setzte die Messlatte, für alle anderen Männer die danach kamen. Leider spielt er nur noch in meinem Kopf eine Rolle, dort aber weiterhin eine Große.

Einen großen Dank möchte ich an meine tollen Freunde aussprechen. Meine beste Freundin, meine sehr sehr guten männlichen Freunde, auch solche, die nur einen kleinen Auftritt in diesem Jahr hatten. Ohne euch, hätte ich dieses harte Jahr nicht überstanden!

Alle Männer, die wenn auch manchmal nur für einen Abend, in mein Leben traten, haben etwas in mir verändert. Sie haben mir gezeigt was ich will, und was ich nicht will.

Über viele Männer habe ich mich aufgeregt, solche die sich tot stellen, solche die sich anderweitig unmöglich verhalten…Aber alle diese Männer sind wertvolle Personen. Sie haben meist einen tollen Charakter, der leider einfach nicht zu mir passte.

Einen Dank verdient haben auch die Follower dieses Blogs, welche mir immer wieder tolle Ratschläge und Anregungen gegeben haben. Danke!

Denke ich an 2015, habe ich ein sehr gutes Gefühl. Das wird mein Jahr! Neuer Job, neue Wohnung. Es wird spannend und voller Erfahrungen sein.

Liebes 2014, du hast mich gequält aber mir gleichzeitig gezeigt, zu welchen guten und schlechten Dingen ich fähig bin. Nun gehe bitte schnell zu Ende, es ist an der Zeit, dass die Kurve wieder hinauf geht.

2015, ich freue mich auf dich!