Weicheier! Solche Männer braucht kein Mensch

Liebe Männer, wollt ihr mich veralbern? Was’n los bei euch? War da was im Essen, oder sind eure Eier plötzlich anderweitig verloren gegangen?

Manmanman, früher war auch alles besser. Ich rege mich auf. Ich rege mich tierisch auf. Eigentlich mag ich Männer, ganz ehrlich. Doch wie die Männlichkeit in den letzten Jahren gelitten hat, kann ich nicht mehr akzeptieren.

Frauen sind manchmal tickende Zeitbomben

Freitagabend, Stammbar, meine Mädels und ich machen mit einem Bierchen in der Hand die Tanzfläche unsicher. Rechts, Links, Hüftschwung, wir bewegen uns zum Beat der Musik. Plötzlich registriere ich ein Stirnrunzeln auf dem Gesicht meiner besten Freundin. Wütend schielt sie zu einem Typen hinüber, der schon seit einigen Songs seine Gliedmaßen um sich wirft. Was auch immer der eingeschmissen hat, es scheint starkes Zeug gewesen zu sein. Wild gestikulierend bemerkte er nicht, dass er mit Händen, Füßen und Ellenbogen regelmäßig an die Damen im Umkreis stieß. Das passierte einmal, das passierte zweimal. Ich sah wie sich die Gesichtsfarbe meiner Freundin langsam von einem sonnengebräunten Braun in ein wütendes Rot entwickelte. Wir Mädels sind in solchen Situationen wie kleine tickende Zeitbomben. Auf den Verdacht hin, dass die uns aufregende Person nicht mit Absicht handeln würde, stecken wir die ersten Versuche der Körperverletzung noch stumm weg. Doch irgendwann fangen wir an zu schnaufen und es reicht eine minimale Berührung, um uns zum explodieren zu bringen. Diese kleine Berührung erfolgte schnell, und schon hatte der Tanzkasper den Ellenbogen meiner Freundin in den Rippen.

Die schwitzigen Tentakeln des Körperklaus

Ich flüsterte ihr ins Ohr, dass er nun verstanden haben müsste, dass ein gewisser Sicherheitsabstand ratsam war. Womit wir jedoch nicht gerechnet hatten war, dass unser Alleinunterhalter dies als eindeutiges Flirtzeichen auffasste. Er begann nun zusätzlich zum Gliedmaßen umherwerfen, unverständliche Sätze in unsere Richtung zu faseln. Da wir nicht auf eine Eskalation aus waren, ignorierten wir sein Gebrabbel und wippten im Takt der Musik. Plötzlich schlungen sich die Arme des Körperklaus von hinten um meine Freundin herum. Sekundenschnell schleuderte sie die schwitzigen Tentakeln von sich, so dass ich kaum Zeit hatte, ebenfalls zu reagieren. Nach einigen Sekunden platzte auch bei mir die Bombe. Ich stiefelte auf den Herren zu, und versuchte ihm klar zu machen, was ich von dieser Aktion hielt. „Noch son Ding und es kracht. Fasst du sie noch einmal an, hagelt es hier Hausverbot.“. In der Hoffnung, dass die Botschaft angekommen war, drehte ich mich um, und brachte meinen Puls wieder auf ein normales Tempo. Dass der Tanzkasper mich weiterhin vollbrabbelte, ignorierte ich höflich. Nun muss er es doch verstanden haben, dachten wir. Doch anstatt sich zurückzuhalten, verschwand der Herr in der nächsten Frauentruppe, um sich weitere Körbe abzuholen. Als wir die Tanzfläche betreten hatten, befanden sich fast nur Frauen darauf. Dieser Körperklaus schaffte es aber innerhalb kürzester Zeit, die Damen zu verscheuchen. Rotierend baggerte er jedes weibliche Wesen an, was ihm vor die Nase kam. So viel Abscheu und Ablehnung habe ich selten auf einer Tanzfläche gesehen.

Beschützer? Fehlanzeige.

Das Schlimmste an dieser Situation war, dass die herumstehenden Männer nicht reagiert haben. Obwohl wir Frauen diesen Herren schon wegstoßen mussten, kam niemand auf die Idee, ihn höflich des Raumes zu verweisen. Sogar ein Hinterngrabscher wurde übergangen. Die einzigen die eingriffen, waren meine Freundin und ich, indem wir uns vor das begrabschte Mädchen stellten, und den Körperklaus nochmals darauf hinwiesen, dass er seine Hände bei sich behalten sollte. Dass einige Damen sogar mit männlicher Begleitung tanzten, machte unserem Tanzbären absolut nichts aus. Eine Dreiergruppe tanzte direkt neben uns. Zwei Mädels, ein Kerl. Mit den Armen um sich werfend drängte sich der Körperklaus in diese Gruppe hinein. Er stellte sich vor die männliche Begleitung und baggerte an den Frauen herum was das Zeug hielt. In mir brodelte es. Sollte ich eingreifen? Sogar in mir brannte langsam ein Beschützerinstinkt, so dass ich dafür sorgen wollte, dass die beiden Mädels nicht auch noch betatscht werden würden. Ich suchte Blickkontakt zu ihrer männlichen Begleitung. Als ich keine Reaktion bekam, klopfte ich ihm kurz auf die Schulter. „Du, sag mal, willst du deine Frauen nicht beschützen? Der Kerl da geht ihnen ganz schön auf die Nerven.“, sagte ich, während die Show vor uns weiter ging. Wie er das denn anstellen sollte, erwiderte er auf meine Bitte den Kerl doch schnell zu entfernen. Was weiß denn ich? Nett darum bitten den Raum zu verlassen? Schüchtern und ängstlich stiefelte der Herr nun zum Körperklaus und suchte das Gespräch. Was auch immer er gesagt hatte, es schien zu funktionieren. Kurz darauf verließ der Tanzbär den Raum. Der „Frauenbeschützer“ lächelte mir daraufhin zu und entschuldigte sich inständig, dass er nicht früher reagiert hatte.

Was sind das bitte für Männer die wegschauen, oder sich erst dazu bequemen zu reagieren, wenn Frau sie darauf hinweist? Ich erwarte nicht, dass mit Faustschlägen kommuniziert wird. Ich erwarte lediglich, dass ein Mann so einen Kerl darauf hinweist, dass sein Verhalten nicht in Ordnung ist. Wir Frauen haben das getan, doch es hat uns nichts genützt. Nachdem die Situation deeskaliert war, nahm mich eine der beiden Frauen zur Seite. „Solche Kerle brauchste echt nich. Sind im ersten Moment vielleicht heiß, aber wenn es drauf ankommt, ziehen sie den Schwanz ein.“, flüsterte sie mir ins Ohr.

Ekstase! – Es gibt doch noch etwas im Nachtleben zu entdecken

Ich habe schon viel erlebt. In meinen Augen sogar schon sehr viel. Gerade was das Partyleben und die Eskalation betrifft, bin ich kein Kind von Traurigkeit. Es gibt aber anscheinend doch noch Dinge, die ich noch nicht durchleben durfte. Beginnen wir von vorn. Samstagabend, Sommerwetter und eine gute Party in Aussicht. Gegen 21 Uhr füllte sich so langsam meine Terrasse, auf die ich zum fröhlichen Vorglühen geladen hatte. Bei Cuba Libre, Gin Tonic und Sekt starteten wir in einen verheißungsvollen Abend. Eintritt mussten wir im Club natürlich nicht zahlen. Das ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt, wenn man durch viele legendäre Partys so bekannt ist, dass Eintritt zahlen flach fällt. Na gut, in diesem Fall waren es gewonnene Gästelistenplätze, aber die nehmen wir natürlich auch gern. Im Club angekommen checkten wir erstmal, welcher der Floors zu unserem zu Hause werden würde. Irgendwie konnte keiner so richtig überzeugen, also zogen wir uns an die Bar zurück. Erstmal einen Wodka trinken! Dass dies der Einstieg für einen sehr russischen Abend werden würde, war uns da noch nicht bewusst. Als der Wodka seine Wirkung entfaltete, hielt uns nichts mehr am Tresen und wir schwangen das Tanzbein.

Der stressige Alltag war fern wie eine Reise nach Tokio

Rechts, links, vor, zurück, immer im Beat der Musik. Richtig spannend wurde es allerdings erst, als ich mit meinen Freunden den HipHop Floor betrat. Eigentlich waren wir direkt gewillt auf der Türschwelle kehrt zu machen, als plötzlich doch ein tanzbares Lied angespielt wurde. Schnell noch ein Bier und einen Wodka genehmigt, und ab ging die Post. Der Floor auf dem wir tanzten, hatte leider auch schon die eine oder andere Bierdusche abbekommen, so dass ich mit meinen Füßen mehr oder weniger am Boden festklebte. Wir sahen uns daher gezwungen, unsere Tanzeinlagen auf einem benachbarten Podest weiterzuführen. Man sollte dazu erwähnen, dass der Floor im Allgemeinen recht leer war. Da tanzten wir nun an einem eher wenig unauffälligen Ort und begannen alles um uns herum zu vergessen. Drehen, drehen, drehen bis uns schlecht wurde. Der stressige Alltag war ferner als eine Reise nach Tokio. Hatte mich vorab noch die ein oder andere emotionale Sorge beschäftigt, fühlte ich mich nun wie ein kleines Vögelchen, welches zum ersten Mal in den Himmel fliegt. Während meines emotionalen Höhenfluges wurde ich von einem jungen Herren beobachtet.

„Ich kaufe dir alles was du willst!“

Ich nahm ihn erst gar nicht so recht wahr, aber umso später der Abend wurde, desto mehr drängte er sich auf. Aufgrund des ausgedehnten Alkoholkonsums kann ich leider nicht mehr rekonstruieren, wie wir wirklich ins Gespräch kamen. Der Herr stellte sich als erfolgreicher Mitarbeiter eines großen Autokonzernes vor. Er war nicht müde regelmäßig zu erwähnen, wie erfolgreich und vor allem reich er war. Aus einem „zusammen einen trinken“ wurde dann schnell das Angebot, doch direkt eine komplette Flasche Wodka zu besorgen. So ein Angebot war ich in diesem Club nicht gewöhnt. Dass man mal einen Shot ausgegeben bekommt, ist relativ normal, aber eine komplette Flasche, war uns neu. Jule wäre aber nicht Jule, wenn sie nicht erstmal testen würde, was für eine Art Mann da vor ihr stand. Ihr müsst wissen, dass ich zu Männern sehr uncharmant sein kann, wenn sie mir komisch vorkommen. Ich versuche dann instinktiv diesen Herren durch mein Verhalten loszuwerden. „Lass uns an der Bar was zusammen trinken“, bat mich mein Gegenüber. „Nein, ich bleibe hier. Du hast doch zwei Beine oder? Dann bring die Getränke her, das solltest du schaffen. Und vergiss nicht meinen Freunden auch was zu besorgen!“, antwortete ich dominant.

Hätte ich nur vorher gewusst, dass der auf dominante Frauen steht

Ha, den bist du aber fix losgeworden, dachte ich. Doch als der junge Mann Minuten später mit einem Kasten vor der Brust ankam, war ich sprachlos. Eine Flasche Wodka und eine Auswahl aus RedBull und anderen Softgetränken türmte sich neben leeren Bechern. Ich mischte mir einen RedBull mit Wodka und war leicht beeindruckt. Später gestand der Herr mir, total auf dominante Frauen abzufahren. Hätte ich das mal gewusst! Denn ich zog meine wenig freundliche Art weiter durch und fand mehr und mehr Gefallen daran, diesen Mann herumzukommandieren. Wie ein kleines Hündchen schickte ich ihn von A nach B. Und wie dankte er es mir? Mit versprochenen Essenseinladungen und einem angebotenen Heimfahrservice. „Ich kaufe dir alles was du willst“, lallte er mir ins Ohr. Ich kann nicht verleugnen, dass ich mich sehr geschmeichelt fühlte. Ein Mann der mir, wenn auch betrunken, die Welt zu Füßen legen wollte. Das streichelt doch jedes Ego, oder? Leider gab es den ein, oder anderen Moment, in dem es mir zu viel wurde. Die Momente, in denen er versuchte seine Hände an Stellen zu packen, an denen ich sie nicht gerne hatte. Doch da kann man sich 1A auf meine Freunde verlassen. Sofort zur Stelle zogen sie mich weg und machten den Herren damit noch willenloser. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mir keinen Spaß gemacht hat, mit diesem Mann zu spielen!

Wir machen jetzt mal ne Show

Generell war dieser Abend ein Abend der Show. Nachdem die Flasche Wodka geleert war, flüsterte ich meiner besten Freundin ins Ohr, wir sollten jetzt mal eine richtige Show veranstalten. Nachdem sie nickte, begannen wir hemmungslos auf der Tanzfläche zu knutschen. Wie gerne hätte ich die Blicke auf uns gesehen. „Ich glaub ich brauch erstmal 5 Minuten“ rief uns ein Freund entgegen, der sich plötzlich leicht verstört nach draußen verzog. Anscheinend machten wir den umstehenden Partygästen Freude, da kurz darauf eine Dame auf uns zukam und fragte, ob wir ihren Kumpel nicht in unsere Show integrieren könnten. Nein danke! Wir hatten uns, und das reichte. Bei einer Party alles um sich herum zu vergessen, ist wirklich ein Segen. Nicht an die Vergangenheit zu denken und die Zukunft, Zukunft sein zu lassen. Es war Ekstase. Als wir morgens gegen 5 ins Tageslicht purzelten, fühlte ich mich wie in einer anderen Welt. Wir mussten uns erst einmal nach draußen legen. Als sich uns dort ein fremder Mann näherte, schreckte ich kurz auf. „Ich wollte mich entschuldigen! Tut mir echt leid.“, sagte er kleinlaut. Ich schaute ihn verdutzt an und antwortete: „Danke. Schäm dich was!“. Dass ich mich nicht erinnern konnte, für was sich dieser Kerl wohl entschuldigen wollte, gestand ich meiner Freundin erst als er wieder das Weite gesucht hatte. Als wir dort auf dem harten Holz einer Sitzgelegenheit lagen, war alles perfekt. Die Welt drehte sich. Und das nicht nur in meinem Kopf. Ich hätte nicht erwartet, dass ich mal etwas Neues beim Feiern erleben könnte, aber ich wurde eines Besseren belehrt. Und ganz ehrlich: Das macht Lust auf mehr!

Zuneigung gegen wilde Partyabende. Na mal sehen, ob der Deal für mich aufgeht.

Wie ja einige von euch schon wissen, ist die Jule jetzt nicht mehr auf dem Singlemarkt verfügbar. „Vergeben“ würde man das wohl beschreiben. Ziemlich frisch und somit auch ziemlich ungewohnt. Ich hatte mir ja vorgenommen, nicht allzuviel an meinem Leben zu ändern, soweit ich mich in einer Beziehung befinden würde. Doch das ist viel leichter gesagt, als getan! Komischerweise fällt meine Beste krankheitsbedingt genau an dem Abend aus, an dem ich meine „Singleabschiedsparty“ geben wollte. Gottseidank fand sich noch eine sehr gute Freundin, die mich auf die „Indie Rock“ Party meiner Stammbar begleiten würde. Sie ist allerdings ebenfalls vergeben. Egal was andere behaupten, es ist etwas anderes, als vergebene Person wegzugehen. Die Blicke sind anders, das Ziel ist logischerweise anders. Als Single gelten die Blicke den wunderschönen Männern mit dem Ziel, einen davon „abzuschleppen“. Man möchte meinen, diese „Umstellung“ auf Beziehung verlaufe ganz einfach und automatisch. Vergesst es! Das „Singleprogramm“ läuft im Kopf ab, ohne dass man etwas dazu tun würde. So checkte ich automatisch aus, welches „Material“ sich auf der Party befand. Wie oft hatte ich doch den Impuls meiner Besten zu schreiben, wie sehr ich sie vermissen würde und wieviele hübsche Männer sich doch in der Bar tummeln würden. Dazu passte sogar noch die Musik. Ich war traurig. Keine Beste da, keine Möglichkeit zu flirten, da man das ja nicht tut, so als „Beziehungsmensch“.

Was will man auch nach einer knappen Woche Beziehung erwarten, vom Hirn? Spätestens nach zwei Bier schaltet sich da wieder das alte Programm an: Abchecken, auschecken, klarmachen. Natürlich habe ich mich dagegen gewehrt, mit Erfolg. Aber wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo der Peter her. Mein Kryptonit. Der Mann, der mich durch seine alleinige Anwesenheit schon total kirre macht. Gut sah er aus! Frisch beim Friseur gewesen, also die Haare schön! Und was soll ich sagen: Immer schön in meiner Sichtlinie positioniert! Ich dachte, ich werd wahnsinnig. Also erstmal die erste Hilfe ergriffen, und umgedreht. Was ich nicht sehe, ist nicht da! Nicht mal aufs Klo habe ich mich getraut, da der Kerl natürlich direkt davor stand. Unclever ist er ja nicht, der Peter. Nachdem sich meine Begleitung verabschiedet hatte, tanzte ich noch eine Runde mit entfernten Bekannten. Auf die kann man sich natürlich nicht verlassen. Nach einer knappen halben Stunde, stand ich nun allein da. Ich versuchte möglichst auffallend zu tanzen. Vielleicht würde sich ja jemand zu mir stellen und mich unterhalten. Aber nö, mein Beziehungsstatus strahlte anscheinend aus. Ich wartete ein Lied ab, ich wartete zwei Lieder ab. Irgendwann wurde es mir zu doof. Ich schnappte meine Sachen, und trat den Heimweg an. Kurz nach 0 Uhr. Was ist denn da los? Da steigt die Stimmung doch gerade erst! Normalerweise bin ich nicht vor 4 Uhr nach Hause zu bekommen. Wenn mein Kerl wenigstens zu Hause auf mich warten würde, aber nein. Im Schneegestöber lief ich Richtung Heimat und dachte nach. War es das jetzt? War es das jetzt mit den ausschweifenden Partys? War es das jetzt, mit den vielen Erlebnissen am Wochenende? Diese Gedanken machten mir Angst. Wie sehr hab ich die Singlewochenenden doch genossen. Natürlich ist es schön abends auf der Couch zu kuscheln, aber mein Körper verlangt nach Musik, nach Tanzen, nach Eskalation. Zu sehr habe ich mich gewöhnt an das ausschweifende Leben.

Der Cut war mir zu hart. Ich kann doch nicht von 100 auf 0 zurück schalten, das macht mir Angst. Vermutlich wäre der Abend als Single genauso gelaufen. Naja, wobei, ich wäre wohl noch geblieben. Geblieben um mein Kryptonit anzuschmachten. Ich hätte viel mehr getrunken, viel mehr gebaggert und mich am Ende an irgendeinen Hals geschmissen. Ist schon gut so, wie es ist, aber der Ausstieg fällt mir schwer. Wer das eine will, muss das andere mögen. Gut gesagt, aber besser gesagt, als getan. Ich hoffe ich gewöhne mich daran. Manchmal muss man auch etwas aufgeben, um etwas gewinnen zu können. Zuneigung gegen wilde Partyabende….na mal sehen, ob der Deal für mich aufgeht.

Veto!- Was zählt Bauchgefühl?

Wieviel sollte man eigentlich auf die Meinung sehr enger Freunde geben? Kann es sein, dass sie Dinge sehen, die einem selbst gar nicht auffallen? Oder kann es sein, dass auch die allerbesten Freunde eine Sache falsch einschätzen? Aber von vorn. Ich habe ja bekanntlich begonnen, mich dem ernsthaften Dating zu widmen. Soweit, so schön. Samstagabend sollte der Abend werden, an dem ich merken wollte, ob da mehr Substanz hinter der Sache steckt. Nach einem geselligen Vorglühen, war der Gang auf eine Party geplant. Was uns auf dieser Party erwarten würde, wussten wir im Vorfeld nicht. Sie war mehr nur eine halb öffentliche Veranstaltung. Ebenfalls war nicht bekannt, ob ich auf dieser Party auf meinen aktuellen Datepartner treffen würde. Er war für den Abend schon anderweitig ausgeplant.

Der erste Schock ereilte meinte Beste und mich, als wir den Club betraten. Wer hat bitte die ganzen Kinder hier reingelassen? Zahnspangen und Babyfaces, wohin das Auge blickte. Na das kann ja heiter werden! So galt unsere erste Aufmerksamkeit der Bar. Wodka, Wodka, Wodka. So langsam interessierten wir uns nur noch semi für das Publikum und tanzten ausgelassen zur Musik. Nach und nach trafen endlich unsere liebsten Partyfreunde ein, und der Abend schien noch eine positive Wendung zu nehmen.

Nach einigen Stunden bemerkte ich, dass immer mehr Personal meiner Stammbar im Club ankam. So auch mein aktuelles Date. Natürlich freute ich mich ihn zu sehen, war trotzdem etwas überrascht. Wir begrüßten uns freudig und schafften es auf der Tanzfläche ab und zu miteinander zu quatschen. Ich zog ihn mit auf den Floor und schwang die Hüften. Es dauerte nicht lang, bis wir eng Hand in Hand tanzten. Und schon war es passiert. Er drückte mir endlich einen Kuss auf.

Das war aber langsam wirklich überfällig!“ – sagte ich, nachdem wir uns voneinander gelöst hatten. Er beteuerte, dass er sich bis jetzt bewusst zurück gehalten hatte, um der Sache Ernsthaftigkeit zu verleihen. Ebenfalls berichtete er mir davon, dass eine gemeinsame Bekannte ihn eindringlich davor gewarnt hatte, mir das Herz zu brechen. Süß, wie sich mein Umfeld um mein Herz sorgt. Wir konnten uns kaum voneinander lösen. Wie ungünstig das öffentliche Knutschen war, merkte ich erst später. Ich hatte auch schon vorher nicht den Ruf der Keuschheit in Person. Gerade in meiner Stammbar ist bekannt, dass ich gelegentlich nichts anbrennen lasse. So stand ich nun knutschend mit dem Chef-Barkeeper eben dieser Stammbar im Club, in dem sich ca. 50 % des Barpersonals aufhielten. Zumindest traut sich jetzt niemand mehr, mich an der Bar lange warten zu lassen, das würde sich sonst direkt zum „Chef“ weitertragen.

Kurze Zeit später sahen wir keinen Grund mehr darin, die anderen Gäste zu nerven, und verließen den Club. Ein schlechtes Gewissen hatte ich schon, ließ ich doch meine Beste zurück. Das Angebot eines Katerfrühstücks bei mir wurde dankend angenommen, und so hatte ich endlich mal wieder jemanden, an dem ich mich nachts wärmen konnte. Sogar meine Mietzekatze (wird von Fans auch „Dalek“ genannt), fand Gefallen an meinem Gast. Ich sehe es ja immer als Kompliment, wenn sie am Frühstückstisch auf dem Teller meines Besuches sitzt und versucht, dem die Wurst vom Brötchen zu klauen. Alles lief super, besser hätte man es sich nicht wünschen können.

Womit ich nicht gerechnet hatte: Das Vetorecht meiner Besten! Nachdem mein Gast gegangen war, nahm ich vorsichtig Kontakt zu meiner Freundin auf und erkundigte mich über den Grad ihres sauer seins. Gottseidank war dieser gering. Als sie mir dann jedoch ihr offizielles Veto aussprach, war ich verwundert.

Übrigens bekommst du jetzt mein offizielles Veto in Bezug auf A. und dich.“ – der hat gesessen!

Ich finde es gut, dass meine Freunde ihre ehrliche Meinung zu meinen Männern abgeben. Sie kennen mich und können vermutlich sehr gut einschätzen, wer zu mir passen würde. Diesem Veto stimmte auch ein anderer guter Freund zu, so dass an der Sache schon etwas dran sein musste. Wie geht man nun mit so etwas um? Ignorieren macht keinen Sinn, denn irgendwas muss dieses Veto ja ausgelöst haben. Ich muss zugeben, dass der A. und ich optisch eher kein Traumpaar abgeben. Aber was zählt da die Optik? Was genau das Veto ausgelöst hat, konnte meine Beste gar nicht richtig definieren. Bauchgefühl.

Ich bin ein großer Fan von Bauchgefühl und nehme es sehr ernst. Es ist also angebracht, mal darüber nachzudenken, was da dran ist, an diesem Veto. Am Ende entscheide ich, wer oder was mir gut tut, aber einen solchen Hinweis sollte man nicht ignorieren. Wie ist jetzt mein weiterer Plan? Vermutlich werde ich A. unter der Woche nicht sehen. Freitag werde ich versuchen, ihn in der Stammbar zu erwischen. Dann wird sich herausstellen, wie wir nun zueinander stehen. Ob er mich nett in den Arm nimmt, oder das Risiko eingeht, mich vor dem ganzen Laden zu küssen. Letzteres wäre genau das Zeichen, welches es gerade bräuchte. Dann werde ich auch spüren, ob es das ist, was ich mir für die Zukunft vorstelle. Und sollte es das sein, dann ist meine erste Aufgabe, ihn meinen Freunden näher zu bringen. Manchmal täuscht auch das Bauchgefühl und hinter dem Veto versteckt sich doch ein netter Kerl 🙂

Schmerzensgeld – Geld gegen Angst?

  Als ich vorhin aufstand, fasste ich mir erstmal an den Kopf. War das gestern wirklich passiert? Habe ich nicht nur sehr komische Dinge geträumt? Ich zwang mich aus dem Bett und überprüfte, ob das was ich da Nachts erlebt haben soll, wirklich stattgefunden hatte. Als ich den 100€ Schein aus meiner Tasche zog, war mir klar, kein Traum, alles Realität!

Wie zum Teufel kommt ein 100€ Schein in meine Tasche? Ich kann die Momente, in denen ich einen solchen Geldschein in den Händen hielt, an einer Hand abzählen, bzw. an einem Finger! Aber beginnen wir mal von vorn.

Gestern gab es eine Ü25 Party in unserem Studentenclub. Das ist immer eine tolle Sache, da man dort erst gar nicht nach dem Alter fragen muss, da es niemanden unter 25 gibt. Gut angeheitert, ging es für meine Beste und mich auf die Tanzfläche. Unser Lieblingsbarkeeper mixte tolle Drinks und wir schwungen das Tanzbein. Relativ spät am Abend begrüßten wir einen Bekannten, den wir relativ regelmäßig auf den städtischen Partys antreffen. Er hatte zeitweise ein sehr enges Verhältnis zu meiner Besten. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten war, dass er an diesem Abend von seiner Freundin verlassen wurde. Dementsprechend war auch sein Alkoholpegel.

Er konnte nicht mehr richtig einschätzen, wieviel Distanz er meiner Freundin gegenüber zeigen sollte. Irgendwann griff er sie, und machte sich offensiv an sie heran. In meinen Augen war ihr das unangenehm, und ich versuchte dazwischen zu gehen. Zu Beginn funktionierte das ganz gut. Irgendwann schien ihm das jedoch zu bunt zu werden. Er packte mich an der Hüfte und zog mich durch den halben Club. Meine Abwehrversuche schlugen fehlt. Ich ruderte mit den Armen, versuchte ihn irgendwie mit Tritten zu erschwischen und bat ihn inständig, mich loszulassen. Aufgrund meiner Fluchtversuche, landete ich sehr unsaft an einer Wand und verzog schmerzvoll das Gesicht. Schnell lief ich zurück zu meiner Freundin. Direkt sprach mich ein anderer Typ an, ob alles okay wäre.

Hätte er nicht mal vorher eingreifen können? Er beobachtet, wie eine Frau gegen ihren Willen durch den Club gezerrt wird, aber tut nichts, damit es der Frau besser geht. Zumindest hat er im Nachhinein gefragt, besser als nichts.

Der Junge, aus dessen Fängen ich mich gerade befreite, erkundigte sich ebenfalls nach meinem Befinden. Als ich ihm klar machte, dass es mir weh tat, mit voller Wucht gegen einen Wand zu knallen, entschuldigte er sich nicht. Er zückte sein Portemonnaie und drückte mir einen Geldschein in die Hand. Es waren keine 5€, keine 10€, sondern 100€! Ich wusste nicht wie mir geschieht, aber ich steckte den Schein ein. Dass dem Herren Geld anscheinend sehr unwichtig war, tat er danach direkt noch einmal kund. Er griff sich einen 5€ Schein und zerriss ihn vor unseren Augen. Ich wusste nicht, was da bei ihm los war, aber ich war verstört.

Bevor er mit seinen großen Mengen an Geldscheinen noch ein Lagerfeuer anzünden würde, entschlossen wir uns zu gehen. Im Nachtbus angekommen, schrieb der anscheinend leicht reiche Kerl meiner Besten eine Nachricht. Er würde noch bei ihr vorbei kommen. Zu Beginn dachten wir an einen Scherz, und nahmen das nicht ernst. Als dann die zweite Nachricht kam, wurde uns doch etwas mulmig.

Bin gleich da!“ – hieß es. Okay, was tun wir nun? Ich bestand darauf, meine Beste nach Hause zu bringen für den Fall, dass der Kerl wirklich vor ihrer Tür stehen würde. Zuerst weigerte sie sich, aber sie konnte mir nicht verbieten, in die gleiche Richtung zu laufen. Vor ihrer Tür angekommen, waren wir beruhigt. Kein Kerl da. Doch wir freuten uns zu früh. In diesem Moment torkelte er um die Ecke und freute sich riesig, uns zu sehen. Wir beschlossen, zusammen noch ein Glas Wasser zu trinken, da der Kerl so betrunken war, dass er sonst vermutlich draußen umgefallen und erfroren wäre.

Wie betrunken er war, zeigte sich schnell. Meine Beste hat einen sehr lieben Kater, der natürlich direkt an der Tür stand. Der Kerl schnappte den Kater und trug ihn durch die Gegend. Allerdings nicht liebevoll, sondern eher brutal. Ich riss ihm den Kater aus den Armen, um Schlimmeres zu verhindern. Als hätte er nicht schon genug Geld verloren, begann er wiederholt Geldscheine auf dem Boden zu verteilen. Was ging da nur in seinem Hirn vor? Wir versuchten ihm verständlich zu machen, dass er sich ein Taxi rufen solle, da er nicht bleiben dürfte. Er versuchte alles, um sich zu drücken. Der Tiefpunkt wurde erreicht, als er sich im Garderobenschrank versteckte. Er schwankte so sehr, dass er sich nur mit Mühe und Not an der Tür festhalten konnte. Wehement pochten wir darauf, dass er endlich die Wohnung verlassen solle. Nachdem wir überprüft hatten, dass er auch Schuhe an hatte, setzten wir ihn vor die Tür.

Leider sahen wir nicht, dass er das Weite suchte. So wartete ich noch einige Minuten, bis ich mich selbst auf den Heimweg machte. Ich stand schlimme Ängste aus. Bei jedem Geräusch vermutete ich, dass er mir irgendwo auflauern würde. Ich drehte mich alle paar Meter um, damit ich sicher sein konnte, dass er nicht in der Nähe war. Zu Hause angekommen informierte mich meine Beste darüber, dass er  im Moment per klopfen und klingeln versuchte, wieder in ihre Wohnung zu kommen. Sie blieb standhaft und er ließ es irgendwann bleiben. Bis jetzt wissen wir nicht, ob er es heim geschafft hatte, oder auf irgendeiner Bank eingeschlafen war.

Wenn ich die 100€ nicht in meiner Tasche hätte, hätte ich das Ganze für einen bösen Traum gehalten.

Der übrig gebliebene Rest – Warum nach 4 Uhr einfach nichts mehr geht

Umso öfter man abends weggeht, desto mehr erschließen sich die „Regeln“ eines Club-Abends. Es gibt gewisse Abfolgen, die bei so fast jedem Abend auftreten. Besonders interessant ist die Bedeutung der Uhrzeit, bei dem was passiert bzw. passieren sollte.

Stellen wir uns mal einen typischen Club-Abend vor:

Die Party beginnt 23 Uhr. Man begibt sich natürlich nicht pünktlich dorthin, sondern erst kurz nach 0 Uhr. Normalerweise ist man auch dann noch relativ früh dran. Gestern allerdings war es auch 0 Uhr schon richtig voll auf der 90er Party in unserer´m Stammclub. Betritt man den Club, beginnt Phase 1:

Sehen und gesehen werden! Man besorgt sich ein Getränk an der Bar, checkt das Männer/Frauen Verhältnis ab und ordnet das Publikum ein wenig „Schubladenmäßig“ ein. Danach weiß man relativ genau, auf welchem Floor man sich bewegen sollte, um die größtmögliche Anzahl an potenziell interessanten Männern kennenzulernen.

Eine Besonderheit gibt es beim Betreten eines Clubs: Meistens lernt man genau die Menschen später kennen, die man am Eingang oder auch an der Garderobe zuerst sieht. Gestern zum Beispiel, ist mir an  der Garderobe direkt eine Gruppe Männer aufgefallen, die hinter uns stand. Diese Gruppe von Männern sahen wir den kompletten Abend, so als würden wir uns gegenseitig verfolgen. Der ein oder andere Flirt mit einem Herren aus dieser Gruppe war ebenfalls drin.

Hat man sich einen groben Überblick über das Publikum geschaffen, geht es weiter mit Phase 2:

Zwischen 2 und 3 Uhr geht es darum, sich potenzielle „Opfer“ zu suchen. Man konzentriert sich auf einige wenige Herren und versucht, diese im Blick zu behalten. Auch das taten wir gestern ordnungsgemäß. Da meine beste Freundin und ich auf ziemlich genau die gleiche Art Männer abfahren, ist das bei uns relativ einfach. Sieht eine von uns einen schönen Mann, reicht ein kurzes Nicken, und wir beide wissen Bescheid, welche Person gemeint ist.

Unser Interesse hing nun relativ schnell an zwei Herren, die im Eingangsbereich des Rock-Floors standen. Einer der beiden kam mir bekannt vor. Nach einigen Momenten dämmerte es mir. Das ist der Kerl, den ich vor knapp einem Jahr jeden Morgen im Zug angeschmachtet habe. Leider hatte er, zumindest damals, eine Freundin.

Die beiden Jungs begannen intensiv mit uns zu flirten. Dass ihr Alkoholpegel leider nicht mehr niedrig war, fiel uns direkt auf.

Als wir den Floor wechselten, riefen uns zwei Herren hinterher. Wir drehten um, und ließen uns in ein Gespräch verwickeln.

„Was machst du denn beruflich?“- fragte ich einen der beiden

„Ich bin Delfintrainer!“- antwortete er grinsend.

Was er nicht wusste war, dass wir diese Masche schon kannten. Es handelt sich um eine sogenannte „Pick Up“-Anmache. Davon halte ich absolut nichts! Wir durften genau diese Masche schon einmal in einem anderen Club erleben. Wer zum Teufel lässt sich auf so etwas ein? Wir nicht!

„Leider kennen wir schon einen Delfintrainer! Danke fürs Gespräch. Machs gut.“ -und wir zogen zurück auf den 90er Floor.

Man kann behaupten, dass wir die Zeit zwischen 2 und 3 Uhr gut genutzt haben. Einige Lächeln verteilt, schön viel getanzt. Unsere Schwächen zeigten sich erst in Phase 3:

Ab 3 Uhr beginnt das „Zuschlagen“. Die begonnen Flirts müssen beendet, oder zu einem Gespräch gebracht werden. Das gelang uns am Anfang auch ganz gut. Die beiden flirtwilligen Herren standen zufällig im Weg, und wir begannen ein Gespräch. Leider waren sie so betrunken, dass es kaum möglich war, sich mit ihnen zu unterhalten. Charakteristisch für das Gespräch war folgender Satz eines der Herren:

„Wer weiß, vielleicht kommt ja noch eine vorbei, die besser ist als ihr.“

Das war charakteristisch für diesen Abend. Die männlichen Gäste waren sehr flirtwillig. Allerdings waren sie es allen Frauen gegenüber. Als meine Freundin intensiv mit einem Herren an der Bar flirtete, wog ich mich schon in Sicherheit, dass der Abend einen positiven Ausgang für uns nehmen würde. Fünf Minuten später allerdings, konnte der Herr sich kaum mehr von einer Frau trennen, die zufällig vorbei kam. Düdüm, da war wohl eine besser!

Wenn bis 4 Uhr so wirklich gar nichts gegangen ist, dann kommt auch nichts mehr. Das ist ein ungeschriebenes Gesetz! Wir tanzten nun ausgelassen im sich immer mehr leerenden Club. In den Ecken sammelten sich die knutschenden Paare, welche die Finger nicht voneinander lassen konnten.

So ein bisschen fühlt man sich wie der übrig gebliebene Rest, der niemanden abbekommen hat. In manchen Momenten habe ich noch ein wenig Mut zusammengenommen und den Herren, der mir schon an der Garderobe auffiel, angeflirtet. Er flirtete zurück, kam aber nicht auf die Idee, mal Hi zu sagen. Selbst aktiv zu werden, empfand ich in diesem Moment nicht als sonderlich erfolgsversprechend. Es war nun mal schon nach 4 Uhr, und wir wissen ja: Ungeschriebenes Gesetz 😉

Einen Vorteil haben solche Abende, ich habe genug Zeit um die Geschehnisse um mich herum zu analysieren. Schon während die letzten Lieder auf dem Floor ertönten, schrieb ich in Gedanken die ersten Zeilen dieses Textes. Man sagt ja, um eine Theorie zu bestätigen, muss man mehrere Praxistests durchführen.

Nichts leichter als das! Die nächsten Wochenenden sind vollgepackt mit nächtlichen Veranstaltungen, bei denen ich meine Theorie mehr als genug überprüfen kann.

Wer weiß, vielleicht kann man irgendwann von einer „Allgemeingültigkeit“ sprechen, wenn man auf die Uhr schaut und feststellt, dass allein aufgrund der Uhrzeit, nichts mehr gehen kann.