It’s a Match! – Aber worauf achten Frauen bevor sie auf tinder nach rechts wischen?

Tinder ist irgendwie out! Ich glaube meine letzte tinder-Auswahlrunde ist schon ein halbes Jahr her! Wo ist nur die Zeit geblieben. Abgesehen davon, dass ich die Liebe überraschenderweise auch außerhalb von Datingapps fand, trug tinder selbst ziemlich viel dazu bei, dass es für mich als Kontaktbörse immer unattraktiver wurde.

Fürs Wischen zahlen? Ein No Go!

Vor einer Woche traf ich mich mit einem Freund, welcher wieder frisch auf den Singlemarkt geschmissen wurde. Was war seine erste Handlung nach einer offiziellen Trennung? Wieder tinder installieren! Als ich ihn nach seiner aktuellen Erfolgsbilanz fragte, zuckte er nur mit den Schultern und kramte sein Smartphone heraus. Kurz darauf hielt er es mir unter die Nase, damit ich mir selbst ein Bild machen konnte. 5 oder 6 Matches waren fein säuberlich auf dem Bildschirm aufgereiht, das wirkte geordneter als zu meiner tinder Zeit. Ich schnappte mir sein Smartphone und freute mich schon darauf, Frauen wischen zu können. Wisch nach links, Wisch nach links, oh die sieht aber nett aus! Wisch nach rechts….was? „Achtung Sie haben für heute alle Likes verbraucht“, ploppte es mir auf dem Bildschirm entgegen. Hö? Was ist denn hier los? Ich wischte nochmal, und nochmal, und nochmal nach rechts. Nichts passierte. „Na du kannst da jetzt Likes dazukaufen, weil man nur noch wenige Likes pro Tag kostenlos hat.“, erklärte mir mein Kumpel. Na tolle Wurst! Geld für Likes ausgeben, die am Ende vielleicht nicht einmal zu einem Match führen? Wer zahlt denn bitte schön dafür Menschen hin und her zu wischen?  In meinen Augen ein No Go! Wie schön war es noch, als ich damals stundenlang wischen konnte, ohne auch nur einen Cent dafür zu zahlen.

Was beeinflusst mein Wischverhalten?

Ich erinnerte mich an meine ersten Matches und die ersten interessanten Gespräche, die ich über die App führte. Schwupps, schob ich vor meinem geistigen Auge das eine Bild nach links, das andere nach rechts. Auch wenn ich tinder aktuell abgeschworen habe, reichen meine gemachten Erfahrungen wohl allemal aus, um eine mir gestellte Frage zu beantworten: Wonach sucht sich eine Frau bei tinder einen Mann aus?

Also, stellen wir uns vor wir würden freudig strahlend vor dem Smartphone sitzen, tinder öffnen und nach der großen Liebe suchen. Welchem Foto würden wir eine Chance geben? Zu allererst gibt es ein paar allgemeine Kriterien, die ein potenzielles Match erfüllen sollte:

  • Das erste was beim tindern zu sehen ist, ist das Foto. Dementsprechend wichtig ist der 1. Eindruck. Ich habe darauf geachtet, dass mein möglicherweise zukünftiges Match Bartträger ist. Einfach eine persönliche Vorliebe, die mir besonders wichtig war. Es sind meistens kleine Details, auf die Frauen bei tinder Bildern achten. Die eine fährt auf blonde Männer ab, die andere steht auf dunkle Augen. Ganz oberflächlich wird also geprüft, ob der Mann optisch ins Raster passt. Da sind wir Damen natürlich sehr wählerisch. Es hat schließlich keinerlei Auswirkungen, wenn wir einen Mann durch den Linkswischer aussortieren.
  • Hat der Mann den 1. optischen Check bestanden, klicken wir uns meist in sein Profil. Dort checke ich für meinen Teil erstmal die Profilbeschreibung, soweit vorhanden. „Ich suche keine Partnerin“ oder „Sex?“, werden direkt aussortiert. Manche Profiltexte sind so amüsant und persönlich, dass ich direkt zu einem Rechtswischer ansetze.
  • Kein Tourist!!! Ist auf den ersten Blick erkennbar, dass es sich bei dem gezeigten Herren um einen Touristen handelt, Wisch nach links! Da kann er noch so gut aussehen. Ist die Profilbeschreibung in einer anderen Sprache oder ist explizit angegeben, dass sich diese Person nur zeitweise hier aufhält, wird sie direkt aussortiert. Fernbeziehungen sind nicht das, wonach ich gesucht habe, also weg damit.
  • Stimmt das erste Bild, aber der Profiltext ist nicht vorhanden oder überzeugt nicht ganz, schaue ich mir mögliche andere Fotos an. Man glaubt gar nicht, wie unterschiedlich die verschiedenen Bilder sein können.
  • Aussehen und Profiltext sind für mich übrigens relativ irrelevant, sobald angezeigt wird, dass ich mit dem potenziellen Match viele gemeinsame Freunde habe. Freunde können nicht irren, das scheint ein netter Mensch zu sein!

Geht immer: Fotos mit Haustieren, Lachen!

Geht gar nicht: Fotos mit Kindern die nicht die Eigenen sind, Fotos mit der Ex, Urlaubsfotos von sonst wo auf der Welt (wirkt angeberisch), Fotos mit nacktem Oberkörper, Spiegelselfies, Fotos auf denen nicht gelächelt wird

Am Ende kommt’s aufs Bauchgefühl an

Ich merke gerade, dass es viel mehr No-Gos gibt, als Gos. Das perfekte tinder-Profilbild ist also ein eher unaufgeregtes, aber authentisches Selbstportrait. Schließlich soll es bei der tindernden Dame ein positives Gefühl auslösen. Das war übrigens das Wichtigste, was bei jedem Rechtswischer stimmen musste: Das Gefühl! Ich weiß noch genau wie es war, als ich bei Carsten, einem inzwischen sehr guten Freund, nach rechts wischte. Auch wenn er optisch absolut nicht mein Typ zu sein schien, lösten seine Fotos in mir irgendwie ein positives Gefühl aus. Ich wusste auf Anhieb, dass wir auf einer Wellenlänge sein werden. Und was soll ich sagen, schon bei unserem ersten Treffen war ich überzeugt: genialer Kerl! Deshalb glaube ich, dass man sich beim tindern sehr auf sein Gefühl verlassen sollte. Auch wenn die eigenen Kriterien mal nicht erfüllt werden, kann ein Wisch nach rechts einen tollen Menschen bedeuten, der zukünftig das Leben bereichert.

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